top of page

Erneuerungsfähige Unternehmen als digitale Vorreiter?

Dieser Frage widmen sich die beiden Autoren Dr. Sophia Seiderer, Universität Regensburg und Dr. Hans-Joachim Gergs, Consultant und Autor, GfeO in der ZOE, Ausgabe 1/2023


Die Digitalisierung führt zu gewaltigen Veränderungen in Organisationen

– auf technischer, struktureller, aber auch kultureller Ebene. Wandel ist zu einem kontinuierlichen Begleiter geworden.

Empirische Studien aus der Managementforschung zeigen, dass insbesondere die Unternehmen, die in der Lage dazu sind, sich kontinuierlich zu erneuern und sehr schnell auf veränderte Umweltbedingungen einzustellen, langfristig am ehesten erfolgreich sind (Binns et al., 2013).


In einer Studie der Universität Regensburg wurde untersucht, welche Fähigkeiten Unternehmen dazu verhelfen, sich kontinuierlich zu erneuern (Seiderer, 2021). Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass etablierte Unternehmen mit den bestehenden Mechanismen der Anpassung und Veränderung an ihre Grenzen gelangen. Kontinuierlicher Wandel erfordert neue Formen des Change Managements.


Studiendesign, Methodik und Modell

Für die Studie wurde eine Online-Befragung in allen relevanten

deutschen Wirtschaftsbranchen, sowie Case Studies in Unternehmen

aus dem Finanz-, Medien- und Mobilitätsbereich durchgeführt.

Die Stichprobe umfasst 514 Befragungsteilnehmer*innen. Davon waren 73 Prozent Mitarbeitende und 27 Prozent Führungskräfte. Im Rahmen der Untersuchung wurde ein theoretisch fundiertes Testmodell zur Messung der Erneuerungsfähigkeit von Unternehmen entwickelt. Das Modell umfasst zwei Säulen. Erste Säule: Acht Dimensionen der Selbsterneuerung aus einer Konzeptualisierung von Gergs (2016): Selbstreflexion, Kommunikation und Vernetzung, Vielfalt und Paradoxiefähigkeit, Bezweifeln und Vergessen, Erkunden, Experimentieren, Fehler- und Feedbackkultur, sowie Infrastruktur der Erneuerung. Die Prinzipien wurden aus Fallstudien in der Praxis heraus entwickelt, eine empirische Untersuchung der Prinzipien lag bislang jedoch noch nicht vor. Zweite Säule: Die digitale Reife der Organisationen wird im Modell auf strategischer, organisatorischer und individueller Ebene erfasst.


«Wandel ist zu einem kontinuierlichen Begleiter geworden.»

Das Testmodell wurde mittels konfirmatorischer und explorativer

Faktorenanalysen sowie relevanter Testgütekriterien überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass sich ein valides Modell zur Messung der Erneuerungsfähigkeit ergeben hat, mit dem Unternehmen künftig ihre Kompetenzen der Erneuerung prüfen können.


Sie wollen den Artikel gerne weiterlesen? Hier können Sie die komplette Ausgabe als ePaper lesen.



'Erneuerungsfähige Unternehmen als digitale Vorreiter?'

mit Erstveröffentlichung in der OrganisationsEntwicklung Nummer 1-2023,

www.zoe-online.org


© Solutions by Handelsblatt Media Group GmbH)


Autoren:

Dr. Sophia Seiderer, Universität Regensburg,

sophia.seiderer@psychologie.uni-regensburg.de

Dr. Hans-Joachim Gergs, Consultant und Autor,

Gesellschaft für empirische Organisationsforschung, hansjoachim.gergs@gfeo.eu






31 Ansichten0 Kommentare

Comments


bottom of page